Die zehn empfindlichsten Fehler im Coaching – und wie Sie sie vermeiden

Jeden Tag passiert es. Seien Sie auf der Hut, wenn Sie Ihr Coaching-Business auf ein erfolgreiches Fundament setzen wollen.

1. Standard Konzept? – Fehlanzeige!
Ohne Vorbereitung geht nichts. Ohne sie gerät die Eröffnungsphase im Coaching zu einem stotternden Kaltstart. Es ist Ihre Aufgabe als Coach, den Prozess zu steuern. Planen Sie deshalb für jede Sitzung genügend Zeit zur Vor- und Nachbereitung ein.
• Notieren Sie sich vor einer Sitzung Fragen und vergegenwärtigen Sie sich Gesprächsfäden des vorherigen Treffens.
Die Welt des Kunden und dessen persönliche Fragen zu erfassen – daran führt kein Weg vorbei.

2. Der Kunde ist noch nicht bereit
Ist Ihr Kunde „lernbereit“? Ist er offen für das Coaching? Steve de Shazar unterscheidet „Besucher, Kunden und Klagende“. Die Einteilung hilft, die Bereitschaft Ihres Kunden zur Arbeit an sich selbst einzuschätzen. Der entscheidende Erfolgshebel in einem Coaching ist die gute, tragfähige Beziehung zum Coach.

3. Die Auftrags- und Zielklärung fehlt
Im ersten Gespräch lautet der Auftrag des Kunden an Sie in der Regel: „Helfen Sie mir bei der Überwindung des Problems x oder beim Erreichen des Ziels y!“ Es ist Ihre Aufgabe, den Auftrag zu präzisieren und zu konkretisieren. Diese Fragen unterstützen Sie bei der Auftragsklärung:
• Ist das Thema klar identifiziert und eingegrenzt? Ist das Ziel formuliert? Sind Alternativen evaluiert?
• Wurden Handlungsschritte eindeutig und umsetzbar formuliert?

4. Coaching-Rezepte verschreiben
Nicht nur der Kunde muss sich bewegen. Auch den Coach kostet das Coaching etwas: Mut, Aufmerksamkeit, Kraft, Ausdauer. Wie verführerisch scheint es, dem Kunden ein Rezept zu verschreiben, ganz nach dem Motto: „Die Frage hat schon einmal jemand gestellt. Damals hat das gut funktioniert … versuchen Sie doch mal ….“.
Meine persönliche Grundregel lautet:
• Die Lösung liegt im Gegenüber sowie
• Stärken stärken und zwar in kleinen Schritten.

5. Den Schuldigen suchen
Auf die Fehler von anderen Menschen zu zeigen, ist immer einfach. Nichts ist bequemer, als Probleme und Schwierigkeiten ins Aussen zu verlagern. Hüten Sie sich vor dieser Falle! Als Coach sind Sie womöglich versucht, Partei für Ihren Kunden zu ergreifen – und der Kunde ist dankbar für diese Art der emotionalen Unterstützung.

6. Die Selbsterkenntnis übergehen
Im Coaching geht es darum, die Selbstregulationsfähigkeit Ihres Kunden zu unterstützen: Ihr Kunde will eine Veränderung in seinem Leben herbeiführen. Er will produktiver werden und sucht dazu nach Strategien für das Selbstmanagement. „Erkenne dich selbst“, ist ein bekannter und vielzitierter Satz. Er fordert heraus, denn er verlangt nach Selbstarbeit und Selbstreflektion.

7. Fluchttendenzen des Kunden akzeptieren
Manche Kunden lassen den Coach kaum zu Wort kommen. Sie wollen ihre Ideen und Konzepte bestätigt sehen. Sie erklären ihm, was für sie das Beste ist und wie sich auf den richtigen Weg kommen. Meist steckt eine unbewusste Strategie dahinter: Diese Kunden wollen Veränderungen vermeiden. Die Selbstzentriertheit reicht meist so weit, dass das zielführende Handeln in Vergessenheit gerät. Als Coach müssen Sie das Vermeidungsverhalten thematisieren und die Fluchttendenzen aufdecken.

8. Ihr Coachingverständnis: kopieren statt kapieren
Ihre Persönlichkeit und Ihre Leistungserbringung sind untrennbar miteinander verbunden. Als Coach sind Sie Teil des Gesprächsprozesses. Die Qualität Ihrer Coachings wie auch der Erfolg für Ihre Kunden, hängt von Ihrer Persönlichkeitsentwicklung ab. „Copy and paste“ ist eine verbreitete, jedoch im Falle von Coaching eine geradezu sträfliche Vorgehensweise. Schnell ein paar Ideen abschreiben und schon ist man am Ziel? – Sicher nicht!

9. Als Coach auf der Stelle treten
Die Selbstreflektion ist ein steiniger Weg. Doch sie ist wichtig, wenn Sie als Coach Ihren Stil verbessern wollen. Im Zuge der Selbstreflektion entwickeln Sie ein Sensorium dafür, wie Sie reagieren, denken, fühlen und handeln. Dies ist wichtig, um Ihre Wahrnehmung zu schärfen und auf Richtigkeit zu prüfen.

10. Glauben, gut genug zu sein
Die Ausbildung ist abgeschlossen, das Diplom eingerahmt: „Endlich!“ denken viele und lehnen sich zurück. Ab jetzt beginnt für sie der Stillstand. Ein solches Denken ist natürlich schon lange überholt. Als Coach brauchen Sie Inspiration. Und dafür dürfen Sie vor allem selbst in Bewegung sein.

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Ganz nach dem Motto: Coachingplus verschenkt Wissen!

Autor: Urs R. Bärtschi, Coach mit eidg. Diplom, Gründer der Coachingplus GmbH in Kloten. Seit 25 Jahren als Coach und Berater tätig. Als Ausbildungsleiter unterrichtet er den zehntägigen Studiengang für angewandtes Coaching und bildet zum «Betrieblichen Mentor FA» aus. Die meistbesuchte Coaching-Ausbildung in der Schweiz.

Dialog mit Urs R. Bärtschi? Sie erreichen mich unter: https://coachingplus.ch/kontakt/ .

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