Aufruf zur Entschleunigung

Kennen Sie das auch? Der Tag hat 24-Stunden – eigentlich eine lange Zeit, aber irgendwie ist es immer noch zu wenig. Damit steht man nicht alleine da. Ob in der Familie oder im Beruf, Fact ist: Man kann dem Leben nicht mehr Zeit geben, dafür mehr Qualität und Konzentration auf das Wesentliche. Fast jede Führungspersönlichkeit klagt über zu wenig Zeit für die vielen verschiedenen Anforderungen. Wer 30 Minuten konzentriert eine Sitzung moderiert, braucht bereits eine kurze Pause. Doch scheinbare Anforderungen wie verpasste Anrufe lassen keine Möglichkeit für Erholung. Dauernde Aktivität und das ständige sich-Einstellen auf neue Situationen verlangen aber nach Pausen zur Verarbeitung und zur Erholung. Ohne Erholung gibt es keine oder nur noch eine abnehmende Leistung. Menschen können Information nur über eine bestimmte Zeit aufnehmen. Danach ist die Aufnahmekapazität erschöpft. Der Griff zu Aufputschgetränken wie Kaffee oder Energiedrinks ist verlockend, mit der Zeit aber ungesund. In Extremsituationen reagieren wir als Folge fehlender Erholung ungeschickt, genervt und überanstrengt. Das unerbittliche Arbeitstempo und die kurzfristigen Aktivitäten «zwingen» Mitarbeiter zum kraftraubenden Multitasking.

Doch all das hat seinen Preis. Auch wenn es deutlich effizienter scheint, sich 60 – 120 Minuten voll und ganz einer Aufgabe zu widmen, danach eine Pause zu machen und sich anschliessend wieder voll und ganz auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren, so gilt es körperliche Grenzen zu akzeptieren und zu berücksichtigen. Es gilt die eigene Tagesleistungskurve zu kennen. Routineaufgaben wie E-Mails beantworten sollten nicht in produktive Zeiten fallen. Entschleunigung wird unterschätzt. Dabei hilft sie, damit auch später noch eine voll motivierte Leistung möglich ist.

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